July 30th, 2010

Beispiel CAN Bus Testapplikation für AT90CAN1286

at90can128 Ich habe es in letzter Zeit oft erlebt, dass sich angehende Mikrocontrollerprogrammierer mit dem AT90CAN beschäftigen wollen oder müssen um eine CAN Anwendung zu entwickeln. Dabei stößt man immer auf folgendes Problem: Man wird in den Wald geworfen und weiß nicht welchen Baum man zuerst studieren soll. Wenn man nach einfachen Testanwendungen sucht, dann findet man meist ausgeklügelte Bibliotheken oder Anwendungen wo man zunächst nicht durchsieht. Außerdem sind die meist viel zu umfangreich und können auch beide CAN 2.0 Standards. Diesem Problem mache ich heute ein Ende, hier folgt eine einfache Anwendung für den AT90CAN und eine kleine Einführung in die Software. Es sind alle Derivate des AT90CAN verwendbar (32, 64, 128), man muss selbstverständlich beim Kompilieren darauf achten den Richtigen einzustellen.

Beginnen wir mit der Struktur der Software:

- main.c Hauptdatei, Aufruf der Funktionen
- at90can.c Sourcedatei für CAN-Funktionen, inkl. ISR
- at90can.h Headerdatei für CAN, Definition der Struktur, Geschwindigkeiten
- utils.h Korrekte Definitionen für True/False und nützliche Dinge

Für die Variablen in denen CAN-Nachrichten gespeichert werden sollen wurde eine Struktur CAN_messageType erstellt. Die im Datenblatt empfohlenen Einstellungen für die Geschwindigkeiten sind in einem Feld (array) in der at90can.h hinterlegt. Die Applikation besteht nun darin, dass in der main-Funktion zunächst die Initialisierung aufgerufen wird und anschließend eine CAN-Botschaft testweise gesendet wird. Die Empfangenen Nachrichten werden nur in der globalen Variable recMsg abgespeichert, jedoch nicht weiter verarbeitet. Bei jeder Operation mit MObs muss die CANPAGE auf das entsprechende gesetzt werden.

Wichtig ist zunächst die korrekte Initialisierung. Der CAN-Controller muss zum konfigurieren in den config-mode versetzt werden um Geschwindigkeit und Interrupteinstellungen zu ändern. Die globalen Interrupts sollte man erst nach der Konfiguration aktivieren, denn sonst könnte mitten in der Konfiguration beim aktivieren der einzelnen Interrupts ein kommender die Konfiguration verfälschen. Zur Initialisierung des CAN-Controllers gehört das aktivieren des config-mode, die Einstellungen der Interrupts und das Setzen der Busgeschwindigkeit. Die Konfiguration der einzelnen MObs kann auch in gesonderten Funktionen erledigt werden.

Bei einem Empfang einer Nachricht wird in der entsprechenden Interrupt-Service-Routine (ISR) die CAN-Botschaft aus den Registern ausgelesen und in eine globale Variable gespeichert. Variablen die in einer ISR beschrieben werden sollen, müssen als volatile deklariert werden. Nach dem speichern der Daten muss der Interrupt durch readmodwrite resetet werden. Ebenso muss das Bit CONMOBn gesetzt werden, um erneut Empfangsbereitschaft zu signalisieren.

Zum Senden einer Nachricht werden die gewünschten Daten und ID in einer Variable gespeichert und die Funktion can_tx aufgerufen werden. Diese kopiert die Daten in die Register des Controllers und setzt das Bit CONMOBn des als Sender konfigurierten MOb.

Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge können gerne als Kommentare erfolgen!

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